Historische Bordunmusik

Bordunmusik hat mich schon immer fasziniert. Schottische Dudelsäcke mit Trommeln habe ich als Kind live gesehen und geliebt. Im Laufe der Jahre habe ich ein Faible für Mittelaltermärkte und die mittelalternative Musik entwickelt. Diese Musik wäre ohne Marktsäcke gar nicht denkbar.

Anfang 2012 habe ich entschieden, dass ich ausprobieren möchte, wie ein Bordun-Instrument zu spielen ist. Im Frühjahr war ich bei Schelmish (r. i. p.) und durfte einen Marktsack ausprobieren. Das Ergebnis war ernüchternd: der Sack hat mich aufgeblasen und nicht umgekehrt.

Ich habe mir daraufhin ein Hümmelchen – einen “kleinen”, leisen Dudelsack – gekauft und meine ersten Erfahrung damit gemacht. Auf einem Workshop im Herbst 2012 konnte ich noch einmal probieren, ob ich mit einem Marktsack klarkomme. Nach einem halben Jahr Hümmelchen war es nur ein kleiner Schritt, die gemachten Erfahrungen auf den Marktsack zu übertragen. Im Dezember 2012 habe ich mir dann meinen Marktsack gekauft.

Im Frühjahr 2015 habe ich einen Baukurs bei Christian Dreier besucht und dabei einen Kammerdudelsack in g / A gebaut. Er ist ein würdiger Ersatz für mein Hümmelchen: er spielt genauso leise, aber die zwei Borden klingen unglaublich schön. Während des Kurses habe ich mir einen gebrauchten Kerzenständer gekauft. Der tiefe Ton des Kerzenständers entspricht meiner Vorstellung von „Dudelsack“ mit einem kräftigen tiefen Bordun-Ton.